Seminarinhalte

Formal beginnt ein Vergabeverfahren meist mit einer Auftragsbekanntmachung. Für den Auftraggeber beginnt es aber tatsächlich viel früher.

Schon lange vor der Bekanntmachung muss der öffentliche Auftraggeber zahlreiche Entscheidungen treffen, die zwar der Einleitung des Vergabeverfahrens vorgelagert sind, aber trotzdem nicht losgelöst vom Vergaberecht getroffen werden können, weil sie vergaberechtskonform umgesetzt werden müssen.

Bereits die Festlegung des konkreten Bedarfs führt zu ersten Weichenstellungen. Sie kann vorentscheidend sein für die Schätzung des Auftragswerts, die Wahl der Verfahrensart, die Form der Leistungsbeschreibung sowie für die auftragsorientierte Wahl der Eignungs- und Zuschlagskriterien.

Irgendwann muss das Bekanntmachungsformular ausgefüllt werden – eine fehleranfällige Tätigkeit. Aber auch nach der Bekanntmachung kann sich der Auftraggeber nicht zurücklehnen. Bieterfragen und Rügen sind zu bearbeiten und schließlich sind Teilnahmeanträge bzw. Angebote zu prüfen.

Und alles muss auch noch dokumentiert werden. Unabhängig vom Auftragswert ist jeder einzelne Schritt eine Herausforderung, die ohne vergaberechtliche Kenntnissen nicht zu bewältigen ist.

Das Seminar führt in zahlreiche Alltagsfragen des Vergabeverfahrens ein. Behandelt werden sollen aber auch ungewöhnliche Verfahrenssituationen. Probleme sollen anhand von praktischen Beispielen und Entscheidungen dargestellt und im Dialog mit den Teilnehmern gelöst werden.

Dies ist verbunden mit einer Einführung in der Rechtsgrundlagen sowohl im Oberschwellenbereich als auch bei „nationalen“ Vergaben.

Agenda

  • Festlegung des konkreten Beschaffungsbedarfs
    • Was wird tatsächlich gebraucht?
    • Was können wir uns leisten?
  • Wirtschaftlichkeit – was ist das?
    • Maximal- oder Minimalprinzip?
    • Kann eine haushaltsrechtlich unwirtschaftliche Beschaffung vergaberechtlich wirtschaftlich sein?
  • Schätzung des Auftragswerts
    • Bedeutung des Auftragswerts
    • Verfahrensweise bei der Schätzung
  • Festlegung der Auftragsart
    • Was gilt bei gemischten Aufträgen?
  • Festlegung der Verfahrensart
    • Überblick über die Verfahrensarten
    • Verfahrenshierarchie
  • Leistungsbeschreibung
    • Konstruktiv oder funktional?
    • Auswirkungen der Wahl auf die Wahl der Zuschlagskriterien
    • Grundsatz der produktneutralen Ausschreibung und Ausnahmen
  • Festlegung des Eignungsprofils
    • Was muss der Auftragnehmer haben und können?
    • Was sind Eignungskriterien?
    • Was sind Eignungsnachweise?
  • Festlegung und Gewichtung der Zuschlagskriterien
    • Preis
    • Festpreis
    • Nicht-monetäre Zuschlagskriterien
    • Risiken und Nebenwirkungen komplexer Wertungsmodelle
    • Vor- und Nachteile der (einfachen) Richtwertmethode
    • Bekanntgabe der Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung
  • Bekanntmachung
    • (Standard-)Formulare richtig ausfüllen – Standardfehler vermeiden
    • Mindestinhalt
    • Geht es auch ohne Auftragsbekanntmachung?
  • Richtiger Umgang mit Bieterfragen
    • Ergebnisoffene Prüfung
    • Antwort nur an Fragenden oder an alle?
    • Fehlerkorrektur?
    • Fristverlängerungen notwendig?
  • Richtiger Umgang mit Rügen
    • Sofort bearbeiten oder liegenlassen?
    • Taktieren mit Rügen?
    • Zurückweisung – Form und Inhalt
  • Prüfung von Teilnahmeanträgen und Angeboten 
    • Ausschlussgründe im Überblick
    • Auslegung von Teilnahmeanträgen/Angeboten
    • Aufklärung
    • Teilnahmeantrag/Angebot unvollständig – Ausschluss oder Nachforderung?
    • Eignung richtig prüfen
    • Umgang mit Bieter -AGB
    • Umgang mit Mischkalkulationen und Spekulationen
    • Umgang mit Kalkulationsirrtümern
  • Wertung von Angeboten
    • Strikte Bindung an die eigenen Vorgaben
    • Wertung „weicher“ Kriterien
    • Präsentationen und Teststellungen
  • Form und Inhalt der Vorabinformation
    • § 134 GWB
    • Länderrecht
  • Form, Inhalt und Umfang der Dokumentation 
    • Vergabeakte
    • Vergabevermerk

Zielgruppe

Das Seminar wendet sich an Mitarbeitende von Kommunen und anderen Auftraggebern, die erst seit kurzem oder nach langer Unterbrechung wieder mit der Gestaltung und Abwicklung von Vergabeverfahren betraut sind. Es soll ihnen helfen, Fehler zu vermeiden, die einer zügigen und zugleich wirtschaftlichen Beschaffung entgegenstehen könnten.

Aber auch „Profis“, die nach mehreren Änderungen des Vergaberechts in jüngerer Zeit ihr Wissen aktualisieren wollen, sind willkommen.

Termine & Buchung

Donnerstag

26.03.

2026

09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Online-Veranstaltung

Frühbucherpreis (Aktiv bis 24.02.2026)

340,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

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Mittwoch

13.05.

2026

09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Online-Veranstaltung

Frühbucherpreis (Aktiv bis 13.04.2026)

340,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

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Donnerstag

24.09.

2026

09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Online-Veranstaltung

Frühbucherpreis (Aktiv bis 25.08.2026)

340,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

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Donnerstag

05.11.

2026

09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Online-Veranstaltung

Frühbucherpreis (Aktiv bis 06.10.2026)

340,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

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Dienstag

08.12.

2026

09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Online-Veranstaltung

Frühbucherpreis (Aktiv bis 08.11.2026)

340,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

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Termine & Preise

Termine

26. März 2026

13. Mai 2026

24. September 2026

5. November 2026

8. Dezember 2026

Preise

Frühbucherpreis

340,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.