Seminarinhalte

Vergabeverfahren werden oft erst sehr spät angegriffen, wenn nämlich die Bieter, die nicht zum Zuge kommen sollen, eine entsprechende Vorabinformation nach § 134 GWB erhalten haben. Die unterlegenen Bieter argumentieren dann in der Regel damit, die Angebotswertung sei nicht vergaberechtskonform zustande gekommen. Das Seminar hat daher zum Ziel, vor allem aufgrund praktischer Beispiele darzustellen, wo typische Fallstricke lauern, wie man diese erkennen und vermeiden kann. Schwerpunkte werden u.a. die Durchführung von Aufklärungsmaßnahmen und die Nachforderung von Unterlagen sein. Nach einer kurzen Darstellung der zugrundeliegenden rechtlichen Rahmenbedingungen der Vergabeverordnung (VgV) wird auf der Grundlage von Fällen aus der Praxis aufgezeigt, worauf es in den einzelnen Prüfungsphasen der Angebotswertung ankommt, um die Wertung rechtssicher und mit bestmöglichem Ergebnis durchzuführen. Die einzelnen Phasen der Angebotswertung (formale Prüfung, Eignungsprüfung, Prüfung ungewöhnlich niedriger Angebote, Wirtschaftlichkeitsprüfung) sollen dabei insbesondere vor dem Hintergrund häufiger Fragen zur Aufklärung von Angeboten und den Möglichkeiten zum Nachfordern von Unterlagen und Informationen erörtert werden. Dabei soll ein umfassender Überblick über die Handlungsspielräume des Auftraggebers vermittelt werden.

Agenda

  • Methodik bei der Durchführung der Angebotswertung (insb.: Prüfungsreihenfolge? Wo bestehen Ermessens-/ Beurteilungsspielräume?)
    • Rechtliche Rahmenbedingungen
    • Phasen der Angebotsprüfung
    • Phasen der Angebotswertung
    • Beurteilung- und Ermessensspielraum
  • Formale Angebotsprüfung (insb.: Aufklärung und Nachforderung von Unterlagen)
    • Prüfungsgegenstand
    • Rechtsfolgen bei formellen Fehlern im Angebot
    • Nachforderung von
      • Eignungsnachweisen
      • leistungsbezogenen Unterlagen
      • Preisangaben
    • Verfahrung und Dokumentation der Nachforderung
  • Eignungsprüfung/Ausschlussgründe (u.a. Beurteilung von Referenzen, Eignungsleihe, Eignung von Nachunternehmern)
    • Nichtvorliegen von Ausschlussgründen und Selbstreinigung
    • Prüfung der Eignung
  • Prüfung der Angemessenheit der Angebotspreise (insb.: Wann besteht eine Aufklärungspflicht? Wie ist die Aufklärung durchzuführen?)
    • Gründe für ungewöhnlich niedrige Angebote
  • Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebotes (insb.: Nutzung des Beurteilungsspielraums bei der Ausfüllung der Zuschlagskriterien)
    • Prüfung der Zuschlagskriterien
    • Beispiele für Wertungsmethoden

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich vornehmlich an Personen, die mit der Organisation und Durchführung von Angebotswertungen betraut sind, aber auch an Personen, die bieterseits in die Angebotserstellung eingebunden oder mit der Beantwortung von Nachfragen des öffentlichen Auftraggebers konfrontiert sind. Grundkenntnisse im Bereich der Öffentlichen Auftragsvergabe sollten vorhanden sein.

Termine & Buchung

Mittwoch

04.02.

2026

09:00 Uhr – 16:00 Uhr

Online-Veranstaltung

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

Frühbucherpreis (Aktiv bis 05.01.2026)

340,- EUR
zzgl. Mwst.

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Mittwoch

22.04.

2026

09:00 Uhr – 16:00 Uhr

Online-Veranstaltung

Frühbucherpreis (Aktiv bis 23.03.2026)

340,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

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Donnerstag

25.06.

2026

09:00 Uhr – 16:00 Uhr

Online-Veranstaltung

Frühbucherpreis (Aktiv bis 26.05.2026)

340,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

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Donnerstag

29.10.

2026

09:00 Uhr – 16:00 Uhr

Online-Veranstaltung

Frühbucherpreis (Aktiv bis 29.09.2026)

340,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

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Termine & Preise

Termine

4. Februar 2026

22. April 2026

25. Juni 2026

29. Oktober 2026

Preise

Normalpreis

390,- EUR
zzgl. Mwst.

Frühbucherpreis

340,- EUR
zzgl. Mwst.