Seminarinhalte

Vergabeverfahren werden zunehmend von externen Beraterinnen und Beratern begleitet. Ingenieurbüros, IT‑Consultingfirmen und andere spezialisierte Dienstleister übernehmen zentrale Aufgaben in der Vorbereitung und Durchführung öffentlicher Beschaffungen. Mit der wachsenden Rolle steigen Verantwortung und Haftungsrisiken – insbesondere für Beraterinnen und Berater, die regelmäßig Vergabeverfahren begleiten. Das Seminar adressiert zwei gleich wichtige Praxisbereiche:

Zulässige Beratungsleistungen

Aufgezeigt wird, welche Aufgaben externe, nicht‑juristische Berater übernehmen dürfen und wo aufgrund des Verbots der Erbringung von Rechtsdienstleistungen die Grenzen verlaufen. Dazu gehören typische „rote Linien“, Tätigkeiten, die zwingend bei der Vergabestelle bleiben müssen, und praxiserprobte Modelle der Zusammenarbeit.

Vergaberechtliche Grundlagen für den Projektalltag

Unabhängig davon werden die wesentlichen vergaberechtlichen Leitprinzipien und Verfahrensvorgaben vermittelt, die jeden Projektschritt prägen – von der Verfahrensvorbereitung über die laufende Steuerung bis zum Zuschlag. So können Beraterinnen und Berater ihre strategische und operative Unterstützung vorausschauend und rechtssicher ausrichten.

Auf dieser Basis wird Schritt für Schritt durch alle Phasen des Vergabeverfahrens geführt und aufgezeigt, wie sich Risiken früh erkennen, Nachprüfungswahrscheinlichkeiten reduzieren und Schnittstellen zur Vergabestelle sauber gestalten lassen. Alle Inhalte stammen aus langjähriger Beratungspraxis; typische Fallstricke werden benannt und mit konkreten, sofort anwendbaren Lösungsansätzen hinterlegt.

Agenda

  • Handlungsspielräume externer Vergabeberater und Vergabeberaterinnen
    • Vergaberechtliche Leitprinzipien als Rahmen der Beratungspraxis
    • Rollenverständnis und Schnittstellen zum Auftraggeber
  • Zulässige Unterstützung und klare rote Linien
    • Mitwirkung ohne Eingriff in Auftraggeberentscheidungen
    • Abgrenzung zur Rechtsberatung
  • Interessenkonflikte und Projektantenrisiken sicher steuern
    • Prävention und saubere Beauftragung
    • Umgang mit projektbedingten Interessenkollisionen
  • Mitwirkung bei der strategischen Verfahrensgestaltung
    • Marktansprache und Markterkundung
    • Gestaltung von Leistungsbeschreibung und Wertungskriterien
    • Steuerung von Wettbewerb
  • Unterstützung in der operativen Verfahrenssteuerung
    • Dokumentation und Prozesssteuerung
    • Bieterkommunikation und Angebotswertung
    • Begleitung von Verhandlungen
  • Begleitung der Zuschlags- und Abschlussphase
    • Zuschlagsvorbereitung
    • Rolle bei Rügen und Nachprüfungsverfahren
  • Praxis-Transfer und Erfahrungsaustausch
    • Typische Fallkonstellationen
    • Best Practices für die tägliche Projektarbeit

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich primär an nicht‑juristische Beraterinnen und Berater mit praktischer Erfahrung in der Begleitung öffentlicher Vergabeverfahren, insbesondere an:

  • Ingenieurbüros
  • IT‑ und Management‑Consultingunternehmen
  • sonstige Unternehmen im Bereich der Vergabeberatung

Angesprochen sind vor allem Personen, die bereits in Vergabeverfahren eingebunden waren und ihre Beratungspraxis rechtlich absichern und weiter professionalisieren möchten. Juristische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; die Inhalte werden praxisnah und verständlich vermittelt.

Termine & Buchung

Donnerstag

18.06.

2026

09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Präsenz-Veranstaltung

Frühbucherpreis (Aktiv bis 19.04.2026)

450,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

520,- EUR
zzgl. Mwst.

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Termine & Preise

Termine

18. Juni 2026

Preise

Frühbucherpreis

450,- EUR
zzgl. Mwst.

Normalpreis

520,- EUR
zzgl. Mwst.