Hintergrund
Regelmäßig werden bei öffentlichen Auftragnehmern Preisprüfungen durchgeführt. Dabei wird der Preistyp festgelegt und kontrolliert, ob die öffentlichen Auftraggeber zu korrekten Markt- bzw. Selbstkostenpreisen beliefert werden. Wenn nicht, können erhebliche Rückforderungen auf Unternehmen zukommen.
Methodik
Dieses Seminar ist als Workshop konzipiert, so dass praktische Übungen durchgeführt werden und Erlerntes an Hand von Beispielen aus der Praxis im Seminar umgesetzt werden kann.
Teilnehmerkreis
Das Praxisseminar wendet sich an öffentliche Auftraggeber, öffentliche Auftragnehmer sowie ihre rechtlich oder kaufmännisch beratenden Dienstleister. Angesprochen sind Mitarbeiter der Vergabestelle bzw. Geschäftsführer, Abteilungsleiter und Controller der Unternehmen, die mit der betriebswirtschaftlichen und kostenrechnerischen Durchführung und Abwicklung von öffentlichen Aufträgen betraut sind.
Seminarinhalte
Preistypen
- Grundlagen zum Preisrecht: Was ist die VO PR 30/53?
- Die Preistreppe: Welche Markt- und Selbstkostenpreise gibt es?
- Der Marktpreis: Wie bekomme ich einen Marktpreis anerkannt?
- Stolperfallen beim Preistyp: Worauf muss ich als Auftraggeber oder -nehmer achten?
Preisprüfung
- Marktpreise: Wie werden Marktpreise geprüft?
- Prüfungsformen: Welche Arten der Kostenprüfung gibt es?
- Prüfungsablauf: Welche Fristen sind zu beachten?
- Preisprüfer: Wer ist für die Prüfung zuständig?
Kalkulationsgrundsätze
- Kalkulationsschema: Wie ist die Kalkulation der Selbstkostenpreise aufgebaut
- Kostenarten: Welche Kostenarten können anerkannt werden?
- Kalkulatorische Zinsen: Wie berechnet sich das betriebsnotwendige Vermögen
- Gewinnkomponente: Woran bemisst sich die Höhe des allgemeinen Unternehmerwagnisses?
LSP praktisch umsetzen
- Preisrecht als Instrument des Auftraggebers
- Do’s and Don’ts des Auftragnehmers
- Zeitaufschreibungen und weitere Dokumentationsanforderungen
- Klärung der Verantwortlichkeiten und Abläufe




