Hintergrund
Steigende Rohstoffpreise, gestörte Lieferketten und die anhaltende Pandemie fordern weiterhin viele Unternehmen heraus. Trotz umfangreicher staatlicher Unterstützungsmaßnahmen sind viele Unternehmen derzeit krisenbehaftet und insolvenzbedroht. Durch den Auslauf der staatlichen Programme und die Änderung der Zinspolitik wird sich die Situation teilweise sogar noch verschärfen. Schnell können dabei Rückschläge und Dominoeffekte auf der Lieferanten- und Kundenseite der Betroffenen entstehen. Die besondere Dynamik einer Krise erfordert sodann meist schnelles Handeln, um negative Auswirkungen gering zu halten und um Vermögenswerte zu sichern.
Wie können sich öffentliche Auftraggeber aufstellen, um negative Auswirkungen solcher Krisenkonstellationen auf ihre Bedarfsdeckung möglichst auszuschließen? Um in diesen Situationen die richtigen Entscheidungen treffen zu können, hilft ein Verständnis über insolvenzrechtliche Rahmenbedingungen und Spielarten sowie der in diesem Zusammenhang bestehenden vergaberechtlichen Regelungen.
Teilnehmerkreis
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung, öffentlicher Unternehmen und Anstalten des öffentlichen Rechts, die mit der Organisation von Auftragsvergaben betraut sind. Selbstverständlich sind auch Mitarbeiter der Auftragnehmerseite herzlich willkommen. Grundkenntnisse im Bereich der Öffentlichen Auftragsvergabe sollten vorhanden sein.
Seminarinhalte
- Grundsätze des Sanierungs- und Insolvenzrechts
- Arten, Ziele und Ablauf von Sanierungs- und Insolvenzverfahren
- Vertragsverhältnisse in der Insolvenz
- Haftungs- und Anfechtungsrisiken für Auftraggeber
- Vergaberechtliche Bestimmung bei Krise und Insolvenz des Auftragnehmers
- Ausschluss vom Vergabeverfahren?
- Wechsel des Auftragnehmers
- Kündigungsrechte
- Besonderheiten Bieter- und Arbeitsgemeinschaften
- Neuvergabe und Interimsvergabe

