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Hintergrund

Für Unternehmen ist das Lesen der Vergabebekanntmachung in der Regel der Einstieg in das Vergabeverfahren. Die Vergabebekanntmachung mehr ist als ein Aufruf, zum Wettbewerb. Sie enthält zahlreiche Informationen, die für den weiteren Verlauf des Vergabeverfahrens wichtig sind – auch vor dem Hintergrund der Rügepräklusion.

Wie soll man mit fehlerhaften Bekanntmachungen umgehen ignorieren oder reagieren?

Muss ein Unternehmen die Wahl der Verfahrensart durch den Auftraggeber „klaglos“ hinnehmen?

Ist die Bieterfrage oder die Rüge das Mittel der Wahl?

Welche Fristen sind zu beachten?

Auch die Vergabeunterlagen müssen sorgfältig studiert werden. Darf ein Bieter Mängel der Leistungsbeschreibung ausnutzen oder riskiert es dann den Ausschluss seines Angebots wegen „Spekulation“? Muss ein Unternehmen den Auftraggeber auf Mängel hinweisen?

Wie formuliert man eine Rüge oder einen Nachprüfungsantrag? Wie reagiert man richtig, wenn der Upload nicht funktioniert?

Und schließlich: Was kann ein Unternehmen tun, wenn es nach Angebotsabgabe merkt, dass es sich verkalkuliert hat?

Fragen über Fragen, die man ohne Grundkenntnisse im Vergaberecht nicht beantworten kann.

Methodik

Anhand von praktischen Beispielen und Entscheidungen sollen Probleme dargestellt und im Dialog mit den Teilnehmern gelöst werden. Dies ist verbunden mit einer Einführung in der Rechtsgrundlagen sowohl im Oberschwellenbereich als auch bei „nationalen“ Vergaben.

Teilnehmerkreis

Das Seminar wendet sich an Mitarbeiter von Unternehmen, die erst seit kurzem oder nach langer Unterbrechung wieder mit der Bearbeitung von Vergabeverfahren betraut sind. Es soll ihnen helfen, Fehler zu vermeiden, die die Erfolgsaussichten eines Teilnahmeantrags oder eines Angebots schmälern oder gar zunichtemachen können. Aber auch „Profis“, die nach mehreren Änderungen des Vergaberechts in jüngerer Zeit ihr Wissen aktualisieren wollen, sind willkommen.

Seminarinhalte

Das Seminar umfasst u.a. folgende Themen:

  • Notwendiger Inhalt von Bekanntmachungen
    • Typische Fehler und Versäumnisse des Auftraggebers erkennen
    • Richtig reagieren
    • Folgen eigener Versäumnisse
  • Bau- oder Liefer- bzw. Dienstleistungsauftrag?
    • Einordnung gemischter Aufträge
    • Was tun, wenn der Lieferauftrag in Wirklichkeit ein Bauauftrag (oder umgekehrt) ist?
  • Der Auftraggeber will verhandeln – darf er das?
    • Hierarchie der Verfahrensarten
    • Reaktionsmöglichkeiten eines Unternehmens bei Zweifeln an der Wahl des Auftraggebers
  • Mängel der Vergabeunterlagen
    • Wird deutlich, was der Auftraggeber beschaffen will?
    • Sind Bedarfs- oder Wahlpositionen zulässig?
    • Wurde der Grundsatz der Produktneutralität beachtet?
    • Sind Leistungsbeschreibung und Zuschlagskriterien kompatibel?
    • Reaktion auf Mängel: Bieterfrage oder Rüge?
  • Rüge und Rügepräklusion
    • Wer ist der richtige Adressat der Rüge?
    • Richtig rügen – wie sage ich es „meinem“ Auftraggeber?
    • Rechtzeitig rügen
    • Voraussetzungen und Folgen einer Rügepräklusion
  • Mischkalkulation und Spekulationsangebot
    • Was sind „geforderte Preise“?
    • Umschichtung von Kostenfaktoren – kluger Schachzug oder Dummheit?
    • Ausnutzung von Unschärfen der Leistungsbeschränkung – ein unverzeihlicher Fehler?
  • Kalkulationsirrtum
    • Sind Angebote immer bindend?
    • Wesentliche Kostenfaktoren nicht berücksichtigt – was tun?
    • Darf ein Unternehmen nach Zuschlag die Arbeit verweigern?
  • Probleme bei eVergabe
    • Upload funktioniert nicht – was tun?
    • Ausweg: Angebot per Mail – gute Idee oder verhängnisvoller Fehler?
  • Nachprüfungsverfahren
    • Lohnt sich ein Nachprüfungsantrag?
    • Mit oder ohne Anwalt?
    • Notwendiger Inhalt eines Nachprüfungsantrags
  • Sekundarechtsschutz im Überblick

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