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Seminarinhalte

Im Zuge der Zeitenwende musste der Verteidigungsbereich in einer beispiellosen Weise hochgefahren werden, insbesondere in Deutschland. In der Folge drängen dutzende Defence Tech-Startups und branchenfremde Player in den Verteidigungssektor und stehen seitdem im Wettbewerb um öffentliche Aufträge. Der Verteidigungssektor ist und bleibt jedoch eine hochregulierte Industrie, was angesichts der dort investierten Summen nicht jeder Branchenneuling vor seinem geistigen Auge hat. Zwar wurde das Vergaberecht in den letzten Jahren gleich mehrfach geändert. Vergleichsweise unverändert blieben jedoch die Sicherheitsüberprüfungsgesetze in Bund und Ländern. Das Seminar bietet einen Leitfaden in praktischer und rechtlicher Hinsicht und schildert wiederkehrende Herausforderungen für Auftraggeber und Auftragnehmer sowie Strategien zum Umgang mit ihnen.

Das Seminar vermittelt systematisch die Grundlagen des Sicherheitsüberprüfungsrechts und erklärt dessen Wirkweise, die vor, während und nach eines Vergabeverfahren relevant ist. Wie sichert man sich als Auftraggeber in einem Vergabeverfahren ab, welche Anforderungen können vom Bieterfeld verlangt werden und worauf muss im Rahmen der Auftragsausführung unbedingt geachtet werden. Ziel des Seminars ist die Sensibilisierung für Themen rund um den Geheimschutz und die Vermittlung eines Grundverständnisses im direkten Kontext mit öffentlichen Ausschreibungen.

Agenda

Allgemeine Einführung in das Sicherheitsüberprüfungsrecht

  • Bundesrecht vs. Landesrecht
  • Personeller Geheimschutz
  • Vorbeugender personeller Sabotageschutz
  • Materieller Geheimschutz
  • Defizite in der Zeitenwende

Best-Practice im Vergabeverfahren

  • Interessenlage im Vergabeverfahren
  • Vergaberechtliche Möglichkeiten & Grenzen
  • Typische Vertragsklauseln
  • Souveränität

Verhältnis SÜG vs. DSGVO

  • Digitalregulierung im Sicherheits- und Verteidigungsbereich
  • Typische Verarbeitungssituationen
  • Wer darf was (nicht) verarbeiten
  • Wer darf was kontrollieren

Ausgewählte Fragen während der Auftragsausführung

  • Veränderungen in der Belegschaft
  • Umstrukturierungen
  • Rechtsfolgen der Non-Compliance
    • Strafrechtliche Folgen
    • Vertragliche Folgen
    • Vergaberechtliche Folgen

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an sämtliche Beteiligte im Bereich der öffentlichen Auftragsvergabe: Es werden sowohl Mitarbeitende aus Vergabestelle, Einkauf & Rechtsabteilung auf Seiten des öffentlichen Auftraggebers sowie Mitarbeitende aus dem Vertrieb, Bid-Management & Rechtsabteilung auf Seiten der Bieter adressiert.

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