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Hintergrund

Bisher existieren wenige vergaberechtliche Seminarangebote, welche sich dezidiert an die an einem Vergabeverfahren beteiligten (privaten) Bieterunternehmen richten bzw. schwerpunktmäßig deren Interessen und Bedürfnisse sowie Rechtsschutzmöglichkeiten im Zusammenhang mit öffentlichen Ausschreibungen behandeln und in dem Mittelpunkt stellen. Viele Bieterunternehmen wissen nicht, wie sich bei festgestellten Fehlern und Vergaberechtsverstößen, aber auch ggü. Preisaufklärungsverlangen und Nachforderungsschreiben „korrekt“ verhalten sollen und welche vergaberechtlichen Rechtsschutzmöglichkeiten ihnen zur Wahrung ihrer Zuschlagschancen bei nationalen und europaweiten Vergabeverfahren zur Verfügung stehen und welche auch strategischen Überlegungen dabei zwingend anzustellen sind.

Die Inhalte des zweiteiligen Seminars, deren Teil I. und II. zwar chronologisch aufeinander aufbauen, jedoch je nach individuellem Kenntnisstand und Bedürfnissen der TeilnehmerInnen sehr gut auch getrennt voneinander gebucht werden können, werden anhand realistischer Problemstellungen vermittelt, mit welchen Bieterunternehmen im Laufe eines Vergabeverfahrens regelmäßig konfrontiert sind. Die TeilnehmerInnen sollen zum einen der richtige Umgang mit festgestellten Vergaberechtsverstößen in Bekanntmachungen und Vergabeunterlagen, Bieterfragen, Rügen, Nachforderungen, (Preis-)aufklärungsverlangen und Vorabinformationsschreiben geschult werden. Zum anderen will das Seminar „Vergaberecht aus Bietersicht“ den Bieterunternehmen Grundlagen dahingehend vermitteln, um zu erkennen, wann, wie und unter welchen Voraussetzungen eine drohende, vergaberechtswidrige Zuschlagserteilung an einen Mitbewerber erfolgsversprechend verhindert werden kann und auch sollte, wann aber auch nicht. Dabei soll ausdrücklich auch auf die Lage sowie die Handlungsmöglichkeiten des für die Zuschlagserteilung vorgesehenen Bieterunternehmens eingegangen werden, die sich oft unvermittelt als Beigeladene in einem Vergabenachprüfungsverfahren wiederfinden.

Teilnehmerkreis

Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende von Bieterunternehmen, die an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen (wollen), sowie an diese beratende RechtsanwältInnen und FachanwältInnen für Vergaberecht (Fortbildungsnachweis), aber auch sonstige interessierte HörerInnen.

Seminarinhalte

Vom Herunterladen der Vergabeunterlagen bis zur Angebotseinreichung:

  • Basics zur Unterscheidung Ober- und Unterschwellenvergabebereich
  • Bekanntmachungen und Angebotsunterlagen richtig, insbesondere auch rechtzeitig „lesen“
  • Abgrenzung Bieterfragen – Rügen
    • Wann und wie Bieterfragen formulieren
    • Wann und wie rügen (Präklusionsfristen beachten)
  • Unbedingt zu vermeidende Fehler bei der Zusammenstellung der Angebotsunterlagen (jegliche Unklarheiten vermeiden)
  • Worauf ist bei der Einreichung der Angebotsunterlagen zu achten (Form der Angebotseinreichung)

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